Elektronischer Mitesser Sauger – Funktioniert das?

Mitesser Sauger

Neben den IPL-Geräten interessieren mich auch andere, elektronische Beauty-Helfer. Zuletzt bin ich dabei über sogenannte „Mitesser Sauger“ gestolpert.

Ich möchte diesen Blogartikel nutzen, um dir ein solches Gerät vorzustellen und dir zu zeigen wie es funktioniert, was du beachten musst und welche Risiken es gibt.

Das Funktionsprinzip

Das Prinzip ist recht einfach und schnell erklärt: Die Mitesser Sauger erzeugen einen Unterdruck, sobald sie eingeschaltet sind. Bringt man das Endstück nun auf die Haut, saugt das Gerät die Haut an – und idealerweise Schmutz und Talg aus den Poren der Haut. Im Prinzip also ein Miniatur-Staubsauger. ;-)

In der Theorie lassen sich somit Mitesser einfach, schnell und hygienisch entfernen. Es ist kein Quetschen mit den Fingern nötig, was meist zur Folge hat, dass die Bakterien erst recht auf und unter der Haut verteilt werden. Die geöffneten Poren können anschließend vorsichtig desinfiziert und der Geräte-Aufsatz schnell gereinigt werden.

Da ich leider im Bereich der Nasen-Flügel einige Mitesser habe, musste ich einen solchen „Sauger“ also unbedingt ausprobieren.

Ein Mitesserentferner im Selbst-Test

Nach einer kurzen Recherche habe ich mich für den Mitesserentferner von Anjou entschieden und ihn direkt online bestellt. Ein paar Tage später konnte ich das Gerät auspacken und einen ersten Versuch starten.

Gerät und Zubehör

Die edle Verpackung wirkte wie eine Smartphone-Verpackung, enthielt dann aber doch das gewünschte Gerät:

Mitesser Sauger Inhalt

Im Lieferumfang befinden sich folgende Bestandteile:

  • Der Anjou Mitesser-Sauger
  • 4 verschiedene Aufsätze für das Gerät
  • Ein Mikro-USB Ladekabel
  • 9 Ersatzfilter für den „Ansaugtrakt“
  • Eine Bedienungsanleitung
  • Eine „Danke“-Karte, die eine erweiterte Garantie (18 Monate) ermöglicht

Die vier Aufsätze (auch „Sonden“ genannt) unterscheiden sich hauptsächlich in Form und Größe ihrer Öffnung. Lediglich eine Sonde ist außerdem mit einer Art Kristallstruktur versehen, welche vermutlich dafür sorgen soll, abgestorbene Hautschüppchen bei der Behandlung mit dem Sauger zu entfernen. Für die Mitesser Entfernung ist der kleine Standard-Aufsatz für mich am interessantesten.

Mitesser Sauger Aufsätze

Nach einem kurzen Blick in die Anleitung stand dem ersten Versuch nichts mehr im Wege.

Vor-Test und Anwendung

Bevor Sie das Gerät im Gesicht anwenden, sollten Sie es einmal am Finger oder dem Arm testen. So wissen Sie, wie stark es ungefähr saugt und bekommen eine Idee von dem Gefühl.

Mitesser Sauger Test

Danach kann dann auch die Anwendung im Gesicht stattfinden. Vorher soll das Gewicht noch mit warmem Wasser gewaschen und gesäubert werden. Dies habe ich natürlich getan und dann mit der ersten richtigen Anwendung des Saugers losgelegt.

Mitessersauger aktiv

Tatsächlich kann das Gerät, je nach Stufe, ganz schön stark saugen. Trifft es auf eine geöffnete Pore mit einem Mitesser, saugt es den Talg wirklich langsam heraus. Fotos dazu erspare ich Ihnen in diesem Fall lieber. Es schien also zu funktionieren!

Leider ging es nicht mit allen Mitessern so reibungslos. Dort, wo die Mitesser noch von Hautzellen bedeckt sind, reicht die Saugkraft nicht aus, um den Mitesser zu entfernen. Der Mitesser-Sauger tut also seinen Dienst, braucht aber doch etwas Vorarbeit, um effektiv zu funktionieren.

Essenzielle Vorarbeit

Um die Poren für den Mitesser Sauger zu öffnen, reicht einfaches Gesicht waschen oder eine kurze Dusche nicht aus. Um die Poren wirklich zu öffnen, sind zwei Schritte im Voraus notwendig:

1. Alte Hautschuppen müssen entfernt werden um die Poren freizulegen. Dazu eignet sich beispielsweise eine Gesichtsbürste oder ein (natürliches!) Peeling. Laut Anleitung sollten keine Säurehaltigen Peelings verwendet werden.

2. Mit dem guten, alten Dampfbad lassen sich die Poren öffnen. Halten Sie Ihr Gesicht dazu für 10-15 Minuten über einen Topf mit heißem Wasser, sodass der Wasserdampf ins Gesicht kommt.

Nun sind Sie besser auf die Behandlung mit dem Mitesserentferner vorbereitet. In meinem Test konnte ich somit mit weniger Saugkraft mehr Mitesser entfernen. Mit den nachfolgenden Behandlungen werde ich dann sicher auch die restlichen Mitesser los.

Risiken

Bei den elektronischen Helfern sollten immer auch die Risiken beachtet werden. Die Mitesser-Sauger sollten nicht zu stark eingestellt und nicht zu lange auf der gleichen Stelle eingesetzt werden. Ignoriert man diese Regeln, drohen Rötungen, geplatzte Gefäße und sogar Blutergüsse.

Sie sollten daher unbedingt langsam starten und bei empfindlicher Haut eventuell Rücksprache mit ihrem Hautarzt halten.

Fazit

Trotz der Startschwierigkeiten gefällt mir ein solcher elektronischer Mitesserentferner super gut. Mit etwas Vorarbeit entfernt er sichtbar den Talg und man kann zusehen, wie die Poren befreit werden. Ich habe mit diesem Gerät mehr Erfolg im Kampf gegen die Mitesser gehabt, als mit Klebestreifen oder Masken. Natürlich hängt dies aber auch immer vom jeweiligen Hauttypen ab.

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Alternativen zur Mitesser-Entfernung

Sollten Sie keinen Mitesser-Sauger einsetzen wollen, gibt es noch ein paar weitere Alternativen zum typischen Gequetsche mit den Fingern.

Der Klassiker: Komedonenheber

Die wohl bekannteste Möglichkeit ist der Einsatz eines Komedonenhebers. Richtig angewendet lassen sich damit nahezu alle Mitesser entfernen, selbst wenn sie etwas fester sitzen. Die Anwendung ist allerdings mühselig und sollte ebenfalls mit Gefühl durchgeführt werden. Ansonsten drohen auch hier Druckstellen.

Mitesser-Pflaster

Eine einfachere Möglichkeit stellen Mitesser-Pflaster (Pore-Strips, Clear Up Strips) dar. Sie werden einfach auf die entsprechende Hautpartie geklebt und nach ca. 10 Minuten abgezogen. Im Idealfall lösen sich dabei die Mitesser ebenfalls mit ab. Bei mir hat das eher schlecht als recht funktioniert und es kamen trotz weniger Versuche nur wenige, kleine Mitesser mit heraus.

Die schwarze Maske

Etwas besser funktionierte die Flüssig-Maske (oder auch Black Mask, schwarze Maske). Sie funktioniert wie eine Gesichtsmaske: Das schwarze Gel wird auf dem Gesicht aufgetragen und muss dann 10-15 Minuten trocknen. Dabei wird es gummiartig fest. Ist die Maske vollständig getrocknet, lässt sie sich vom Gesicht abziehen und nimmt dabei die Mitesser mit. Auch hier empfiehlt sich vor der Anwendung eine „Porenöffnung“. Bei mir hat diese Maske relativ gut funktioniert, lediglich das Geschmiere mit der schwarzen Tinktur und der chemische Geruch gefielen mir dabei nicht. Hin und wieder wende ich die Maske noch an, seit ich allerdings den Mitesser Sauger habe ist dies eher mein Favorit.

Haben Sie noch weitere Tipps für die Mitesser-Entfernung? Lassen Sie es mich in den Kommentaren wissen!

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